„Ausflug der toten Mädchen“ in der jtw Spandau

Die Jugendtheaterwerkstatt (jtw) Spandau zeigt Anna Seghers‘ Erzählung „Ausflug der toten Mädchen“ als Inszenierung mit Jugendlichen aus Spandau und Berlin. Seghers schrieb den Text 1943/44 im mexikanischen Exil, 1946 erschien er in den USA. Die Aufführung ist für Jugendliche ab 14 Jahren (ab Klasse 9) gedacht.

Worum es geht

  • Eine Mädchenklasse verbringt Anfang des 20. Jahrhunderts am Ende des Schuljahres einen Ausflug am Rhein mit Schiffsfahrt, Blechkuchen und Kaffee. Es gibt erste Verliebtheiten, Umarmungen und Neugier auf das Leben.
  • Dann kippt die Stimmung: Aus Liebe und Freundschaft werden Hass und Verachtung. Aus Freundinnen werden Verräterinnen und Verratene, die fliehen oder ins Konzentrationslager getrieben werden.
  • Seghers zeigt, wie ein politisches System in das Leben der Mädchen eindringt und sie auseinanderbringt.
  • Die Inszenierung fragt, welche Konsequenzen Verrat für das eigene Leben hat. Sie fragt auch, wie wir uns verhalten, „wenn das Böse beginnt, sich zu uns an den Tisch zu setzen“.

Team und Förderung

  • Auf der Bühne stehen Jugendliche aus Spandau und Berlin sowie die Schauspielerin Mareike Hein.
  • Regie führt Josephine Witt. Bühne: Jakob Gerber. Kostüme: Lenna Stam. Dramaturgie und Projektleitung: Karola Marsch.
  • Gefördert wird das Projekt vom Hauptstadtkulturfonds Berlin.

Vorstellungen

  • Fr, 13.11.26, 19:00 Uhr
  • Sa, 14.11.26, 19:00 Uhr

Ort und Anfahrt

  • jtw spandau, Gelsenkirchener Str. 20, 13583 Berlin-Spandau. In deinem Text steht „Gelsenkircher Str.“; ich habe das als Tippfehler korrigiert.
  • Anfahrt mit Bus 137, M37 oder X37 vom Rathaus Spandau bis Westerwaldstr., danach 6 Minuten zu Fuß.
  • Weitere Informationen: jtw-spandau.de/ausflug-der-toten-maedchen

Begleitprogramm und Kontakt

  • Anfragen gehen an Karola Marsch: marsch@jtw-spandau.de.

Hintergrund zur Autorin

  • Anna Seghers (1900–1983) stammte aus Mainz und war Jüdin und Kommunistin. Sie floh über Paris und Marseille nach Mexiko.
  • Bekannt wurde sie mit „Das siebte Kreuz“ und „Transit“. 1947 kehrte sie nach Berlin zurück, und 1952 wurde sie Präsidentin des Schriftstellerverbandes der DDR.
  • Ihre frühere Wohnung in Adlershof ist heute eine Gedenkstätte.