Ein Bericht des rbb aus dem Falkenhagener Feld. Wie lebt es sich im Kiez?
Rund 40.000 Menschen leben im Falkenhagener Feld in Berlin-Spandau. Die Großsiedlung entstand in den 1960er-Jahren. Heute warnen Quartiersmanagement und Anwohner vor Armut, schlechten Wohnverhältnissen und sozialen Problemen.
Jugendtreff Spekte32
Der Jugendtreff Spekte32 spielt eine wichtige Rolle im Kiez. Der Träger Outreach erreicht mit seinen Angeboten jedes Jahr etwa 300 Jugendliche. Betreuer Deniz ist selbst im Kiez aufgewachsen und kennt die Sorgen junger Menschen aus eigener Erfahrung.
- Ibo (18) macht eine Ausbildung in der Pflege und ist stolz auf seinen bisherigen Weg.
- Mirac (16) träumt von einer Karriere im Showbusiness und dreht schon jetzt eigene TikTok-Videos.
- Gemeinsam gestalten die Jugendlichen den Spektegarten und setzen kreative Projekte um.
Offene Kirche St. Markus
Die katholische Gemeinde St. Markus will mehr bieten als Gottesdienste. Unter dem Motto „offene Kirche“ möchte sie für den ganzen Kiez da sein. Dabei stößt sie auf Hürden: Denkmalschutz, die geplante Barrierefreiheit sowie Müll und Vandalismus erschweren die Arbeit.
Drei Fakten zum Falkenhagener Feld
- Entstehung: Die Großsiedlung entstand ab den 1960er-Jahren, weil im damaligen West-Berlin Wohnraum fehlte. Zuvor gab es dort Schrebergärten und landwirtschaftlich genutzte Flächen.
- Friedhof: Der Friedhof „In den Kisseln“ ist mit knapp 62 Hektar der größte Berlins. Sein Name geht auf die „Küsseln“ zurück, wie man mit Kiefern bewachsene Sanddünen nennt.
- Spektegrünzug: Der Grünzug mit den Spekteseen trägt den Namen der „Spekte“. Dieser kleine Bach wurde ursprünglich zur Entwässerung des Gebiets angelegt.

