Ausschreibungen und Wettbewerbe

„Sing für deinen Kiez!“ Erster Song Contest der GEWOBAG

Den Gewinnern winken Preise im Wert von 5000 Euro. Es lohnt sich natürlich auch aus anderen Gründen, bei diesem Musikwettbewerb mitzumachen. Was im Fernsehen gut funktioniert wird jetzt im Falkenhagener Feld versucht. Das ist möglicherweise sogar spannender, als ein Wettbewerb, bei dem sich die Teilnehmer nicht kennen.

Kieztalente gesucht

Der Kiez musiziert! Es ist egal, welche musikalische Richtung bevorzugt wird. Rock, Pop, Swing, Schlager, mit oder ohne Band, gemeinsammkt einem Chor oder allein, wichtig ist, die Musik wird mit Leidenschaft vorgetragen.
Die GEWOBAG ruft unter dem Motto „Sing für deinen Kiez!“ alle Musikbegeisterten auf, sich zu beteiligen.

„Aus Gesprächen mit Mietern wissen wir, dass viele musikalisch sehr aktiv sind,“ erläutert GEWOBAG-Vorstand Hendrik Jellema die Entstehung dieser Idee. „Diese kulturellen Initiativen finden wir sehr wichtig. Wir möchten mit dem Wettbewerb die kreativen Potentiale in unseren Kiezen fördern und Menschen ermutigen, sich aktiv zu beteiligen. Nicht jeder spielt ein Instrument, aber eine Stimme hat jeder!“

Wie bei jedem Wettbewerb gibt es natürlich auch hier eine Jury. Prominent besetzt, wird sie im Juni die Besten aus dem Wettbewerb bestimmen. Die dürfen sich auf Preise im Gesamtwert von 5000 Euro freuen. Im Sommer werden die Sieger dann ihren großen Auftritt auf einem Spandauer Stadtteilfest haben können und sich einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.
"Das Song-Contest-Pilotprojekt soll in diesem Jahr im Nord-Westen Berlins neue Impulse setzen und Spandau positiv ins Gespräch bringen."

Wer kann an diesem Wettbewerb teilnehmen?

  • Von 9 bis 99 Jahren sind keine Grenzen gesetzt.
  • Wichtigste Voraussetzung: Alle Teilnehmer müssen GEWOBAG-Mieter sein.
  • Bewerbungsschluss ist der 31. Mai


Informationen und Teilnahmebedingungen finden interessierte Talente unter:
www.gewobag.de/kiezsongcontest Alternativ liegen die Unterlagen in der GEWOBAG-Geschäftsstelle Spandau, Galenstraße 25A, 13597 Berlin aus.

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Fußgängerrallye für Jedermann durch das Falkenhagener Feld

Tour de FF in Spandau

Am Freitag, den 4. Mai 2012 wird eine Kiezrallye für alle Bewohner des FF stattfinden.

Entstanden ist die Kiezralley im letzten Jahr auf Initiative des Quartiersrates. Die Initiatoren haben Anregungen der Teilnehmer aus dem letzten Jahr aufgegriffen um die Ralley noch vielseitiger zu gestalten. Man darf also sehr gespannt sein. 

Es handelt sich um eine klassische Fußgängerrallye, bei der Strecke und Hinweise verschlüsselt angegeben werden. Die Teilnehmer bilden Teams und haben die Aufgabe, den Weg zu finden und dabei knifflige Rätsel und lustige Aufgaben entlang des Weges zu lösen. Beim Team mit den meisten erreichten Punkten können sich die Teilnehmer über tolle Preise freuen.

Start der Rallye ist um 16.30 Uhr an der Jeremia-Kirche, Ziel ist gegen 18.00 Uhr die Zuflucht-Gemeinde, wo der Ausklang der Rallye mit einem kleinen Nachbarschaftsfest bis max. 20.00 Uhr geplant ist.

Teilnehmen können alle, da die Rallye generationsübergreifend geplant wird. Die Strecke führt nur über befestigte Wege und ist somit auch Kinderwagen- und rollstuhltauglich.

Ablaufplan der Kiezralley im Falkenhagener Feld

  •     Start: um 16.30 Uhr an der Jeremia-Kirche
  •     Ziel: gegen 18.00 Uhr —> Zuflucht-Gemeinde
  •     Ausklang: Nachbarschaftsfest bis max. 20.00 Uhr

Jeremia-Kirche

  •     Burbacher Weg 2
  •     13583  Berlin

Zuflucht-Gemeinde

  •     Westerwaldstr. 16/18
  •     13589 Berlin

Interview mit Stadtentwicklungssenator Michael Müller zum Programm “Soziale Stadt”

Michael Müller, Senator für Stadtentwicklung und Umwelt und seine Haltung zu dem Programm „Soziale Stadt“

Nach den massiven Kürzungen, die der Bund und CSU-Verkehrsminister Ramsauer 2010 beschlossen haben, ist die Zukunft des Programms “Soziale Stadt” alles andere als gesichert. Nach dem teilweisen Rückzug des Bundes aus der Finanzierung hat der Berliner Senat beschlossen, die fehlenden Bundesmittel durch Landesmittel zu ersetzen.

Bertram von Boxberg und Heide Rienits vom Quartiersrat des Quartiersmanagements Schöneberger Norden haben den Senator getroffen und mit ihm für die Quartiers-Zeitung „Schöneberger Morgen“ über seine Haltung zu dem Programm „Soziale Stadt“ gesprochen.

SchöMo:

Herr Senator Müller, welchen Stellenwert hat für Sie als Senator das Programm „Soziale Stadt“ und die damit verbundene Arbeit in den Quartieren?

Michael Müller:

Einen großen. Wir haben positive Entwicklungen durch diese Programme, durch das Quartiersmanagement, die Aktionsräume, und durch das viele bürgerschaftliche Engagement. Aber in einer Großstadt wie Berlin mit seiner sozialen Struktur kann man nicht sagen, jetzt ist es gut. Wir dürfen nicht nachlassen, sondern wollen möglichst dauerhaft solche Entwicklungen unterstützen und finanzieren. Das ist nicht leicht bei den finanziellen Voraussetzungen, die wir haben. Aber es ist nötig und es hat für mich einen hohen politischen Stellenwert.

SchöMo:

Wird es das Programm „Soziale Stadt“ in Berlin auch nach 2013/14 noch weiterhin geben?

Michael Müller:

Davon gehe ich aus. Das könnte dann vielleicht anders heißen. Aber dass wir Mittel dafür zur Verfügung stellen auch in den nächsten Haushaltsjahren, dass wir sie verstetigen und deutlich machen, wir wollen uns auch finanziell engagieren in den Quartieren, da bin ich sicher. Diese Programme leisten wertvolle Arbeit für unser Zusammenleben. Wir dürfen da nicht nachlassen in Berlin.

SchöMo:

Nun hat aber die Bundesregierung 2010 dem Programm „Soziale Stadt“ die Bundesmittel massiv gekürzt.

Michael Müller:

Wir bedauern insgesamt in der Koalition, was sich da auf der Bundesebene tut. Es hat unter Schwarz-Gelb einen deutlichen Meinungsumschwung hin zu einer Kürzungspolitik in diesem Bereich gegeben. Insofern bin ich froh, dass es jetzt gelungen ist, die Programme in der rot-schwarzen Koalition abzusichern und entsprechend mit Landesmitteln gegenzufinanzieren. Das ist natürlich für uns eine finanzielle Kraftanstrengung. Aber sie ist politisch nötig, weil bedauerlicherweise in der Bundesregierung diesem Thema keine Priorität eingeräumt wird; und das halte ich gerade für die Städte für einen großen Fehler.

SchöMo:

Jetzt koalieren Sie in Berlin mit der CDU, die auf der Bundesebene dafür mitverantwortlich dafür ist, dass bei diesen Programmen massiv die Mittel gekürzt wurden. Wie kann das funktionieren?

Michael Müller:

Natürlich diskutieren wir das mit dem jetzigen Koalitionspartner. Es hat in den Koalitionsverhandlungen eine Rolle gespielt, genauso wie jetzt in den Haushaltsberatungen, wie wir solche Programme finanzieren. Die Berliner CDU blockiert das nicht, sondern macht diesen Weg auch frei, den wir in Berlin gehen. Ich hoffe sehr, dass sie auch auf Bundesebene möglichst für ein Umdenken ihrer Mutterpartei sorgen.

SchöMo:

Welche Themen halten Sie innerhalb des Programms „Soziale Stadt“ für besonders wichtig und notwendig?

Michael Müller:

Wenn ich eine soziale Situation insbesondere für Kinder und Jugendliche verändern will, wenn ich etwas ganz Besonders für Kinder mit Migrationshintergrund tun will, dann muss es über die Eltern laufen. Wir können sehr viel mit dem Programm machen, wir können sehr viel über Schule machen, wir können sehr viel über Geld machen. Aber irgendwann kommen Sie an einen Punkt am Nachmittag oder am Abend, wo jede Sozialarbeit und jede schulische Betreuung beendet ist und wo die Eltern es unterstützen müssen. Deshalb halte ich das für eines der ganz wichtigen herausragenden Themen, die Eltern mit in die Kinder- und Jugendarbeit einzubeziehen.

SchöMo:

Minister Ramsauer möchte, dass  die Bundesmittel für Stadtentwicklung eher für reine Bauprojekte eingesetzt  werden. Soziokulturelle Projekte dagegen möchte er eher weniger fördern.

Michael Müller:

Baupolitik kann ja auch Sozialpolitik sein. Man kann ein Quartier oder ein Wohnumfeld durch bauliche Maßnahmen so verändern, z.B. durch ein verändertes Sicherheitsgefühl, dass man dadurch auch eine andere Sozialstruktur in die Quartiere bekommt. Insofern will ich Minister Ramsauer dafür gar nicht mal schelten, dass er sagt, die Programme sollten dafür auch zur Verfügung stehen. Baupolitik spielt unter diesen Gesichtspunkten auch eine Rolle. Was ich für falsch halte, wäre ein gegeneinander Ausspielen: Wir fahren die Sozialarbeit zurück und gehen dann ausschließlich in Baupolitik. Beides als ergänzende Elemente zu sehen, dass muss kein Fehler sein.

SchöMo:

Die Hauptaufgabe in der Arbeit der Quartiersmanagements besteht darin, dass bestimmte Gebiete voran gebracht wird sollen, dass sie attraktiver werden. Liegt darin aber nicht auch eine Gefahr? Denn wenn dieses Ziel erreicht ist, steigen die Mieten, die Gefahr besteht, dass Menschen dann aus diesen Gebieten verdrängt wird. Stichwort „Gentrifizierung“.

Michael Müller:

Man arbeitet für eine positive Entwicklung, will ein Quartier stabilisieren und letztlich eine soziale Durchmischung erhalten. Wir freuen uns also über Zuzug von Menschen, die Arbeit haben, besser verdienen, die sich im Kiez engagieren, und die ihre Kinder im Quartier zur Schule schicken. Alles das gehört mit dazu, wenn wir ein Quartier stabilisieren wollen. Das dann ausschließlich als eine Tendenz zu beschreiben, die zu verurteilen ist, das finde ich nicht ganz richtig. Gerade das ist ja wirklich nötig, wenn wir in Berlin überall auf diese soziale Durchmischung achten wollen. Und ich glaube, wir haben immer noch so viel bezahlbaren Wohnraum, dass wir doch allen auch das Passende bieten können.

SchöMo:

Sie setzen auf „soziale Durchmischung“. Wie aber können Sie verhindern, dass Menschen an den Stadtrand ziehen müssen, weil sie sich die Mieten in den Innenstadtbezirken nicht mehr leisten können?

Michael Müller:

Diese Tendenzen des Verdrängens an den Stadtrand zeigen sich momentan nicht. Und was hieße bei uns in Berlin denn Stadtrand? Wenn man es so formuliert, hat jeder gleich die seelenlosen Metropole vor Augen, wo Bettenburgen außen vor der Stadt Menschen aufnehmen, die in der Stadt keinen Wohnraum mehr finden.

Bei uns würde es bedeuten, dass man in den Nachbarbezirk zieht. Wer von Friedrichshain wegzieht, der zieht nach Steglitz, oder nach Tempelhof oder nach Lichtenberg, und hat die komplette Infrastruktur mit Gesundheitsquartieren, mit Schulen, mit Kitas, mit Arbeitsplätzen, mit Geschäftsstraßen usw.. Insofern haben wir durch unsere Bezirksstruktur in Berlin eine deutlich andere Situation als in anderen Städten.

SchöMo:

Ein ganz wichtiges Thema im letzten Wahlkampf zur Abgeordnetenhauswahl war die Mietenpolitik. Welche Bedeutung haben die landeseigenen Wohnungsunternehmen, wie Degewo oder Gewobag, wenn es darum geht, die enormen Mietsteigerungen in Berlin in den Griff zu bekommen?

Michael Müller:

Sie haben eine große Bedeutung! Sie sind ein wichtiges Instrument für uns in Berlin. Wir sind im Moment mit den Wohnungsbaugesellschaften in Verhandlung, wie sie zu einer neuen differenzierten Mietkalkulation kommen sollen. Außerdem handeln wir mit ihnen aus, wie wir sie beim Wohnungsneubau unterstützen können: Mit einer neuen Liegenschaftspolitik sollen sie günstiger oder sogar kostenlos an Grundstücke kommen. So können sie entsprechend billiger bauen und dann auch günstigere Mieten anbieten.

SchöMo:

Und ganz konkret: Würde der Senator die landeseigenen Wohnungsgesellschaften verpflichten, bei den Mietsteigerungen moderat zu sein?

Michael Müller:

Ja, darum geht es jetzt in unseren Gesprächen. Die Wohnungsbaugesellschaften sollen eben nicht mehr pauschal nach einem zulässigen Zeitraum in der zulässigen Höhe die Mieten für alle Mieterinnen und Mieter einer Gesellschaft erhöhen. Sondern wir wollen, dass sie genauer hingucken.

Natürlich muss eine Wohnungsbaugesellschaft auch wirtschaftlich arbeiten können, also auch die Chance haben, in Beständen, wo sie eine entsprechende soziale Struktur hat, die Mieten nach Mietspiegel zu erhöhen.

Aber die Gesellschaften sollen in Zukunft eben genau schauen, wem kann sie wie viel auch abverlangen. Und da, wo die Grenzen der Belastbarkeit für Mieterinnen und Mieter erreicht sind, muss es individuell Gespräche geben, ob man nicht vielleicht auch auf Mieterhöhungen verzichtet. Denn wir wollen diese soziale Durchmischung in einem Quartier: Menschen, die eine höhere Miete zahlen können, andere Menschen, die es nicht können – und trotzdem wohnt man zusammen.

SchöMo:

Ein ganz wichtiger Bestandteil des Programms „Soziale Stadt“ ist ja die Bürgerbeteiligung, die durch die Arbeit der Quartiersräte sichergestellt wird. Wie bewerten Sie deren Arbeit?

Michael Müller:

Wir haben über das Quartiersmanagement und die Quartiersbeiräte eine Organisation geschaffen, die sich ganz handfest mit einer Situation vor Ort in einem Quartier auseinander setzt. Sie können an Lösungsvorschlägen arbeitet, die die Bürgerinnen und Bürger mit einbeziehen. Ich finde, das ist ein guter und erfolgreicher Ansatz.

SchöMo:

Wie möchten Sie die Arbeit der Quartiersräte als Senator unterstützen?

Michael Müller:

Das Wichtige ist, eine gute Vernetzung untereinander sicher zu stellen, aber auch zwischen Quartieren, Bezirken und Land. So können wir miteinander und voneinander lernen und schaffen einen direkten Austausch zwischen den Ebenen. Die ungünstigste Situation wäre doch, dass die Quartiere und Bezirke für sich arbeiten, während die Landesebene etwas ganz anderes beschließt.

SchöMo:

Wo sehen Sie die Grenzen für diese Art von Bürgerbeteiligung, wie sie durch die Quartiersräte praktiziert wird?

Michael Müller:

Bürgerbeteiligung und Partizipation sind für mich ein ganz wichtiges, Instrument. Die Beteiligung sollte allerdings immer eine Ergänzung sein zur parlamentarischen Demokratie und nicht diese ersetzen.

Das Parlament sichert ja auch einen Kompromiss zu und den Ausgleich von Interessen. Das tun auch die Bezirksverordneten in der Bezirksverordnetenversammlung. Dieses System möchte ich nicht aushebeln über neue Strukturen.

Ich finde das also gut, dass die Bürgerinnen und Bürger die Arbeit der Parlamente ergänzen, zum Beispiel mit einem Bürgerhaushalt. Es gibt inzwischen auch die Bürgerfragestunden, was in meiner BVV-Zeit noch weit entfernt war. Inzwischen gibt es viele Möglichkeiten und ich finde es gut.

SchöMo:

Herr Senator Müller, wir danken Ihnen für das Gespräch.

  • Text: Bertram von Boxberg
  • Infos zum Quartiersmanagement Schöneberger Norden

Kreatives Schreiben im Schwedenhaus

Habt keine Angst vor Büchern. Ungelesen sind sie völlig harmlos!

Hast Du auch Lust am kreativen Schreiben? Das Schwedenhaus (das Kreativzentrum für Kinder und Jugendliche im Falkenhagener Feld) bietet ab Samstag dem 21.April 2012 (um 15 Uhr) nun auch einen Kurs im Kreativen Schreiben an. Unter der Leitung der Spandauer Autorin Saskia V. Burmeister.

Die junge Autorin könnte einigen Lesern bereits aus früheren Zeitungsartikeln geläufig sein. Sie publizierte zum ersten Mal im Jahre 2003 mit 16 Jahren. Inzwischen sind einige Jahre vergangen und die Zahl veröffentlichter Romane stieg auf 15 an, hinzukommen Dutzende von Kurzgeschichtenbeiträgen in Anthologien.

Im Schwedenhaus wird nun jeden zweiten Samstag ein Kreatives Schreiben angeboten (also am 21.04., danach wieder am 05.05.12 usw.). Herzlich eingeladen sind Kinder und Jugendliche, die Freude am Schreiben und Fabulieren haben. Angehende und fortgeschrittene Schreibwillige sind genauso willkommen wie solche, die es erst noch werden wollen.

Es wird kleine Übungen mit verschiedenen Themen geben, Diskussionen und natürlich das Vortragen eigener Werke, um sich selbst und seine Texte weiter zu entwickeln. Bisherige Veröffentlichungen sind natürlich nicht von Nöten.

Wer nun Interesse hat, mehr zu erfahren oder sich anzumelden, der wendet sich am besten direkt an die Autorin Saskia V. Burmeister (unter ask.burmeister@t-online.de) oder an das Schwedenhaus (gesopmbh@arcor.de).

Weitere Informationen zur Autorin und ihren Veröffentlichungen finden Sie im Internet unter www.saskia-v-burmeister.de

Das Schwedenhaus findet Ihr in der Stadtrandstr. 481 in 13589 Berlin

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Auftakt zur Bolzplatzliga 2012 in Spandau

Auf die Bolzplätze fertig los!

Alle Kinder, Jugendliche, Erziehungsberechtigte und Unterstützer sind zum Saisonauftakt der Bolzplatzliga in Spandau eingeladen.
Am 21.4.2012 geht es los! Auf den Bolzplätzen der Gewobag, Spekteweg 46-52, 13583 Berlin beginnt die Saison mit einem riesigen Auftaktevent.

Bolzplatzliga 2012: Auf vier Plätzen werden 6 Turniere der unterschiedlichen Altersgruppe durchgeführt. Daneben soll es weitere Angebote zur Unterhaltung geben:

  • 2 Hüpfburgen für Groß und Klein
  • Es wird gegrillt
  • und vieles mehr

Samstag, 21.04.2012 auf den Bolzplätzen der Gewobag, Spekteweg 46-52, 13583 Berlin

Ablaufplan

  • 10:00 Uhr        Die Jugendlichen sowie der Betreuerstab sind in der Aufwärmphase, letzte Anmeldungen möglich, Erstellung des Spielplans
  • 10:30 Uhr        Turnierstart
  • kurze Mittagspause
  • 12:00 Uhr        Unterbrechung des Turniers durch das BP-Team Can Akca, Begrüßung und kurze Ankündigung der folgenden Redner – (Kurzinfo zu neuem Verein Bildung durch Sport e.V., Aufzählung von anwesenden Gästen.
  • 12:05 Uhr        Vertreter des Finanzierungsgebers SenStadt; Albrecht Hirsch, Gruppenleiter Aktionsräume plus
  • 12:10 Uhr                    Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank.
  • 12:15 Uhr                    Baustadtrat Carsten Röding (Schirmherr)
  • 12:30 Uhr                    Wiederanpfiff des Turniers durch Carsten Röding
  • 18:00   Uhr                  Abschluss der Turniere
  • 18:30 Uhr                    Siegerehrung

Eine Erfolgsgeschichte für das Stadtteilmanagement

Die Bolzplatzliga wurde 2006 in drei Spandauer Stadtteilmanagementgebieten Falkenhagener Feld Ost und West sowie Heerstraße ins Leben gerufen. Sport und Spaß sind die Mittel um Kindern und Jugendlichen ab 10 Jahren Toleranz, Gewaltfreiheit und Fairness nahe zu bringen. Darum gibt es im Spiel auch keine Schiedsrichter. Treten Probleme auf, dann müssen die Jugendlichen diese eigenverantwortlich lösen.

Um ein ausgeglichenes Kräftemessen zu ermöglichen gibt es altersgemäße Staffeln. Es können auch eigene Teams gebildet werden, seien es nun Freunde aus der Schule, der Siedlung oder dem Fußballverein. Austragungsorte der Liga-Spiele sind mehrere Sportplätze im Falkenhagener Feld Ost und West sowie Heerstraße Nord. Damit jeder auch einmal einen anderen Kiez kennen lernt, finden die Turnierspiele nicht immer auf demselben Platz statt.

  • Ohne Anmeldung geht nichts! Die Teilnahme an der Bolzplatzliga ist im Regelfall kostenlos. Den Gewinnern winken attraktive Preise.
  • Die Spielsaison geht von April bis November. Alle zwei Wochen finden in der Regel Spieltage statt, an diesen die angemeldeten Mannschaften um Punkte kämpfen.

Auch wenn immer nur vier Spieler in einer Mannschaft spielen, sollten mindestens 6 zusammenfinden. Schließlich wäre es unschön, wenn Krankheit oder andere Gründe es einer Manschaft unmöglich machen würden, am Spiel teilzunehmen, weil nur noch 3 Spieler anwesend sind.

Natürlich gibt es Regeln

  • Die Spiele werden auf Bolzplätzen ausgetragen.
  • Ein Spiel dauert 2×15 Minuten.
  • Es stehen sich jeweils drei Feldspieler und ein Torwart gegenüber.
  • Es gilt die allgemeine Rückpassregel.
  • Tore dürfen erst ab der Mittellinie erzielt werden.
  • Schießt ein Spieler den Ball über den Zaun, erhält die andere Mannschaft einen Elfmeter.
  • Bei groben Fouls und Beleidigungen eigener oder gegnerischer Spieler erhält der Schuldige eine 2-Minuten-Strafe. Seine Mannschaft spielt für die Zeit in Unterzahl. Bei der zweiten Gelben Karte wird der Spieler für den Rest der Partie gesperrt.
  • Die Wechsel erfolgen fliegend. Steht ein Spieler zu viel auf dem Spielfeld, erhält seine Mannschaft eine 2-Minuten-Strafe und muss solange mit einem Spieler weniger spielen.

Die Spielorte

Die Spielorte befinden sich beim Ligabetrieb in den drei Quartieren Spandaus.

Die Hauptplätze sind am:

  • Blasewitzerring 13-17
  • Kraepelinweg 3
  • Spekteweg 54-56

Gespielt wird auf normalen Bolzplätzen/Käfigen.

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Frohe Ostern!

Ein schönes Osterfest im Falkenhagener Feld!
Verbringen Sie ein paar schöne Tage im Kreise der Familie! 
Die bunte Dekoration überall deutet auf den nahenden Frühling hin. Die Natur bemüht sich mit allen Kräften, eine grüne und bunte Umgebung zu schaffen. Nutzen Sie die Gelegenheit für ein paar Schritte in die Umgebung. Es lohnt sich!
Gemütliche Osterfeiertage wünscht Ihnen Ihr Quartiersbüro vom Falkenhagener Feld Ost!

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Wettbewerb – Preis Soziale Stadt 2012

Machen Sie mit und melden Sie Ihr Projekt beim Wettbewerb an!

Preis Soziale Stadt 2012
Lebenswerte Stadtteile sind eine Grundlage für sozialen Zusammenhalt und Integration. In unserer sozial immer stärker differenzierten Gesellschaft geht es mehr denn je darum, das Zusammenleben der Menschen in ihren Nachbarschaften zu unterstützen und Konflikte innerhalb der Wohn- und Stadtquartiere friedlich zu bewältigen.
Seit nunmehr sieben Jahren gibt es diesen Wettbewerb.
Bewohner und Akteure bekommen hierbei die Möglichkeit, ihre Erfahrungen bei der Unterstützung des Miteinanders der verschiedenen Gruppen von Stadtbewohnern bekannt zu machen. Gefragt sind Projekte, die zeigen, wie sozialen Konflikten innerhalb von Nachbarschaften sowie der sozialen Entmischung und krisenhaften Entwicklung von Wohnquartieren begegnet werden kann und wie Integrationserfolge nachhaltig gesichert werden können. Gefragt sind Projekte, die zeigen, wie sozialen Konflikten innerhalb von Nachbarschaften sowie der sozialen Entmischung und krisenhaften Entwicklung von Wohnquartieren begegnet werden kann und wie Integrationserfolge nachhaltig gesichert werden können.

Der Wettbewerb ist offen für alle Bewohner/innen, Projekte und Akteure im Quartier und nicht auf die Gebiete des Programms “Soziale Stadt” beschränkt. Initiativen außerhalb der Fördergebiete werden ausdrücklich zur Teilnahme ermutigt. Bewerben können sich auch Projekte, die an früheren Wettbewerben teilgenommen haben, wenn ihre Verstetigung gelungen ist oder neue Aspekte den bisherigen Projektansatz erweitert haben.

Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 30. Juni 2012 an die Geschäftsstelle des Wettbewerbs eingereicht werden:

  • vhw – Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V.
  • Fritschestraße 27/28, 10585 Berlin
  • Telefon: 030-390473-130
Weitere Informationen gibt es unter diesem LINK.
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Erzählcafé in der Jeremia-Gemeinde – Die Luftbrücke

Erzählcafé im Foyer der Spandauer Jeremia-Gemeinde

Die Luftbrücke in Spandau
Die Jeremia-Gemeinde im Falkenhagener Feld hat seit kurzem ein ansprechend hergerichtetes Foyer. Zu ersten Mal war es nun Ort für das zukünftig regelmäßig stattfindende Erzählcafé. Ein Blick zurück in die Spandauer Geschichte soll hier getan werden, kein intellektueller oder vor Daten strotzender trockener Historientrip, sondern die lebendige Begegnung mit der Vergangenheit des Bezirks.

Den Anfang machte der Geschäftsführer der Stiftung Luftbrückendank Heinz-Gerd Reese.

Eingerichtet wurde die Stiftung 1959 anlässlich des 10. Jahrestages des Endes von Blockade und Berliner Luftbrücke 1948-49. Sie soll die Verbundenheit Berlins mit den Trägern der Luftbrücke zum Ausdruck bringen. Heute kümmert sie sich verstärkt um die noch lebenden Piloten, die zwischenzeitlich fast vergessen schienen.
Die Luftbrücke selbst ist für viele ein sehr abstraktes Geschehen in ferner Vergangenheit. Vor mehr als 60 Jahren, genau am 24. Juni 1948, wurden die Verkehrsverbindungen von den westlichen Besatzungszonen nach West-Berlin durch die sowjetische Besatzungsmacht gesperrt. 2,2 Millionen Menschen waren ohne jegliche Versorgung, ohne Strom …
Bekannt sind sicherlich vielen die Worte Ernst Reuters am 9. September 1948 vor dem Reichstagsgebäude:
… Ihr Völker der Welt,
Ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien!
Schaut auf diese Stadt und erkennt, dass Ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft, nicht preisgeben könnt! …

Währungsreform als Ursache der Blockade

Ursache war die Währungsreform in den Westsektoren – ohne Berlin, die zu einer ebensolchen in der sowjetischen Zone inklusive (!) Berlins führte. Von den westlichen Stadtkommandanten Berlins wurde die neue Währung in Berlin für ungültig erklärt und im Westteil durch eine eigene D-Mark ersetzt.
Die Blockade selbst dauerte bis zum 12. Mai 1949. Sie bedeutete aber, wie man möglicherweise annehmen mag, keine undurchdringliche Mauer, weder in den Ostteil der Stadt, noch ins Umland. In diesem Zeitraum wurde Berlin vollständig aus der Luft versorgt. In fast 278.000 Flügen transportierten Flugzeuge der ehemaligen Kriegsgegner Großbritannien und der Vereinigten Staaten von Amerika mehr als 2,3 Millionen Tonnen Fracht. Ein komplettes Kraftwerk (Reuter) wurde auf dem Luftweg nach Berlin geschafft. In nur drei Monaten Bauzeit errichtete man den Flughafen Tegel, mit der damals längsten Landebahn Europas.

Allzu leicht wird die technische und logistische Leistung in den Vordergrund gestellt. Dabei wird leicht vergessen, dass es in erster Linie um Menschen ging. Ein sog. Verbrüderungsverbot sollte den Umgang des alliierten Militärs mit der deutschen Bevölkerung unterbinden. Der jeweilige Status Kriegsverursacher und Sieger sollte nicht aufgeweicht werden. Amerikanischen Soldaten war es untersagt, sich freundlich gegenüber der deutschen Bevölkerung zu verhalten.

Verbrüderungsverbot – General Eisenhower, 12. September 1944:

"Nichtverbrüderung ist die Vermeidung des Zusammentreffens mit Deutschen auf der Grundlage von Freundlichkeit, Vertrautheit oder Intimität – ob individuell oder in Gruppen, im offiziellen und inoffiziellen Umgang. Jedoch verlangt die Nichtverbrüderung kein hartes, unwürdiges oder aggressives Verhalten noch eine anmaßende Überheblichkeit, wie sie die Nazi-Führung auszeichnete."

Einschneidende Veränderungen brachte die Luftbrücke mit sich. Ehemalige Kriegsgegner setzten ihr Leben aufs Spiel, um das Überleben des eingeschlossenen Berlin zu gewährleisten. Die Rosinenbomber sind ein bis heute im Gedächtnis verhafteter Begriff. Gail Halvorsen, ein amerikanischer Pilot, begann aus eigener Initiative kleine Geschenke an selbst gebastelten Fallschirmen abzuwerfen, andere folgten diesem Beispiel.

Die Luftbrücke in Spandau

Was aber hat Spandau mit der Luftbrücke zu tun, werden sich nun die Jüngeren fragen. Nun, der ehemalige Flughafen Gatow, heute ein Museum, war ein wichtiger Teil davon. Bis zu 20 Maschinen sollten im Idealfall pro Stunde dort landen. Selbst auf der Havel landeten Flugzeuge mit Versorgungsgütern. Rund 50 Millionen Liter Benzin, Diesel und Kerosin sollen so nach Gatow gelangt sein. In Tempelhof, dem innerstädtischen Flughafen, erschien das Risiko eines Unfalls viel zu hoch. Über eine unterirdische Leitung flossen die Treibstoffe vom Flugplatz an die Havel, um dort von Tankschiffen nach Berlin transportiert zu werden. Eine persönliche Schilderung eines Spandauers, der die Luftbrücke in Gatow erlebt hat, findet sich hier.

Ein toller Start für das Erzählcafé

Heinz-Gerd Reese gelang es, seinen Vortrag mit vielen Details zu würzen, bei denen immer die Menschen im Vordergrund standen. So bestand nie die „Gefahr“ in ein trockenes historisches Referat „abzugleiten“. Vor allem, war der Vortrag keine Einbahnstraße. Zwei alte Damen aus dem Falkenhagener Feld konnten eigene Gedanken zum Thema beitragen. Sie hatten die Luftbrücke als kleine Kinder erlebt. Fragen der Zuhörer wurden gerne und ausführlich beantwortet.

Das Erzählcafé hat damit einen spannenden Start hingelegt, der neugierig macht auf mehr. Es empfiehlt sich, schon jetzt einen Vermerk im eigenen Kalender zu machen. Die nächsten Termine und Inhalte stehen schon fest.

Ralf Salecker

Erzählcafé Jeremia im Foyer
Ev. Jeremia Gemeinde
Siegener Straße
13583 Berlin

  1. 20. April 18.00 Uhr
    Spandau und der Mauerbau – Pfarrer i.R. W. Augustat
  2. 11. Mai 18.00 Uhr
    Spandau und der Mauerfall – Bezirksbürgermeister a.D. Werner Salomon
  3. 15. Juni 18.00 Uhr
    Spandau und seine Zukunft – Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank
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