Grünflächen in der Sozialen Stadt

Beteiligungsaufruf zur Einreichung erfolgreicher Quartiersentwicklungen

Das Projekt „Grünflächen in der Sozialen Stadt“ der Deutschen Umwelthilfe versucht die Integration von ökologischen und sozialen Maßnahmen in der Stadtgestaltung auf kommunalen und privaten Freiflächen voranzubringen. Für dieses Ziel werden bundesweit drei vorbildliche Praxisbeispiele gesucht, in denen eine erfolgreiche Quartiersentwicklung im Grünbereich und unter Beteiligung der Bevölkerung, umgesetzt wurde.

Beteiligungsaufruf zur Einreichung erfolgreicher Quartiersentwicklungen im Bereich der beteiligungsorientierten Grün- und Freiflächengestaltung in benachteiligten Stadtvierteln. (Einsendeschluss: 4. September 2015)

Wir suchen Grün- bzw. Freiraumkonzepte, die für die soziale Integration eines Quartiers eingesetzt wurden. Diese können in Teilprojekte aus den Bereichen Grünflächen, soziale Integration und Partizipation gegliedert sein. Um die Erfolgsfaktoren eines Praxisbeispiels erkennen zu können, sollte das Vorhaben in der Umsetzung weiter fortgeschritten und Lösungsansätze für mögliche Probleme erkennbar sein.

Als Modellquartier kommen aktuelle oder ehemalige Fördergebiete des Programms Soziale Stadt infrage. Außerdem werden für die Auswahl alle weiteren Quartiere in strukturschwachen Stadtteilen berücksichtigt, die nicht Teil der Sozialen Stadt-Förderkulisse sind.

Im Rahmen dieses Projektes wird von der Deutschen Umwelthilfe jeweils ein Workshop vor Ort durchgeführt, bei dem die Modellprojekte, mit den relevanten Akteuren vor Ort, diskutiert werden. Die Informationen wer- den gesammelt und für andere Städte, zum Beispiel über Expertentrainings für Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanager, zugänglich gemacht. Projektziel ist die Erstellung eines Handlungsleitfadens für Kommunen, in dem die drei Modellprojekte dargestellt werden und der deutschlandweit verbreitet wird.

Grün- und Freiflächen können der Schlüssel für die städtebauliche Aufwertung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt benachteiligter Stadt- und Ortsteile sein. Dieser Nutzen sollte nicht nur in Quartieren des Bund-Länder-Programms Soziale Stadt weiter ausgeschöpft werden.

Hintergrund

Wohnungsnahe Grün- und Freiflächen zur Erholung für die Anwohnerinnen und Anwohner oder zum Spielen für die Kinder sind in unterschiedlichen Teilen einer Stadt oft ungleich verteilt. In sozial benachteiligten Gebieten herrscht meist ein Gründefizit vor und geht mit einem Nachteil für die Bevölkerung einher. Denn Freiflächen dienen nicht einzig der Erholung und der gesundheitlichen Stärkung des Menschen. Sie sind auch Ort der Begegnung und tragen so zu einer gemeinschaftlichen Nachbarschaft bei, in der sich die Bewohnerinnen und Bewohner gegenseitig helfen. Dennoch bleiben die vielfältigen Potentiale von gemeinsam entwickelten Grün- und Freiflächen für das Quartier weiterhin meistens ungenutzt.

Ziele

Eine Umsetzung von integrativen sozial-ökologischen Konzepten soll Eintritt in die nachhaltige Quartiersentwicklung von Städten und Gemeinden finden. Hierfür ist von hoher Relevanz, dass die Kompetenzen der verantwortlichen Akteure in sozial benachteiligten Stadtquartieren nachhaltig ausgebaut werden. Die ökologischen, gesundheitlichen und sozialen Wohlfahrtswirkungen von Beteiligungsprojekten im Bereich Grün- und Freiflächen sollen deutschlandweit bekannt gemacht werden

Projektbausteine

Workshops in den drei Modellquartieren mit den jeweiligen Expertinnen und Experten zum Filtern der Erfolgsfaktoren und zur Strategieanalyse. Warum sind genau diese Quartierskonzepte wirkungsvoll? (~ Oktober 2015 bis Juni 2016)

Gezielte Verbreitung des gewonnen Wissens an Schlüsselakteure (z.B. an das Quartiersmanagement) durch die Veranstaltung von vier Expertentrainings an zentralen Orten deutschlandweit. (~ Juli 2016 bis Mai 2017)

Entwicklung eines Handlungsleitfadens für Kommunen zur Kompetenzstärkung und erfolgreichen Umsetzung von Beteiligungsprojekten im Grünbereich mit guten Beispielen.

(bis Mai 2017)

Kontakt und weitere Informationen:

Beatrice Lange

Projektassistentin Kommunaler Umweltschutz Deutsche Umwelthilfe e.V.

E-Mail: lange@duh.de Fritz-Reichle-Ring 4

78315 Radolfzell

Tel.: 07732 / 99 95 – 373