Wir im Falkenhagener Feld – ein neues QM-Projekt

Neuer Treffpunkt mit vielfältigem Angebot für die Nachbarschaft. Viele Menschen im Kiez stehen im Alltag vor unterschiedlichen Herausforderungen. Manchmal tut es gut, einfach jemanden zum Reden zu haben, Fragen zu klären oder Unterstützung im Alltag zu bekommen. Auch das Zusammenleben in Hausgemeinschaften kann davon profitieren.

Im Falkenhagener Feld gibt es bereits viele Beratungs- und Unterstützungsangebote, doch nicht alle wissen davon oder finden den passenden Zugang. Das Projekt „Wir im Falkenhagener Feld“ ist am 01.01.2026 gestartet und arbeitet vor Ort in einigen Wohnhäusern im Gebiet, um Menschen direkt und niedrigschwellig zu erreichen.

Das Projekt ist finanziert durch das Quartiersmanagement FF Ost in Kooperation mit den lokalen Wohnungsbauunternehmen Berlinovo und Gewobag und wird vom Träger Johanniter-Unfallhilfe e.V. durchgeführt.

Unten stellen Agnes und Felisa von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. sich und das Projekt vor.

Wer seid ihr und welche Erfahrungen bringt ihr mit? Ich bin Agnes Stegemöller, komme aus Ungarn und lebe seit zehn Jahren in Deutschland. Durch meine eigenen Erfahrungen mit Ankommen ist mir die Stärkung von Nachbarschaft wichtig. Als Sozialarbeiterin habe ich mit Roma-Familien, Sexarbeiterinnen und Menschen in belastenden Lebenslagen gearbeitet und zuletzt im Sozialdienst der Notunterkunft Tegel beraten. Ich bin Felisa Barba Meuer, Politikwissenschaftlerin, und habe in der Ankunfts- und Notunterkunft Tegel Menschen in herausfordernden Lebenslagen unterstützt. Als Leitung des Freizeitbereichs habe ich Angebote für verschiedene Zielgruppen entwickelt. Im Falkenhagener Feld möchte ich Anwohner:innen im Alltag unterstützen – bei Anträgen, Behördengängen, Freizeitangeboten oder mit einem offenen Ohr.

Wie würdet ihr das Projekt beschreiben? „Wir im Falkenhagener Feld“ ist ein aufsuchendes Projekt zur Nachbarschaftsförderung. Beratung, Begleitung und Begegnung finden direkt im Quartier statt – durch Sprechstunden, Stehcafés, Hausbesuche, Nachbarschaftstreffen und mobile Angebote. Ziel ist es, Einsamkeit abzubauen, Hausgemeinschaften zu stärken und ein respektvolles Miteinander zu fördern.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus? Wir sind Montag bis Donnerstag im Kiez unterwegs, sprechen Bewohner:innen niedrigschwellig an und klären Bedarfe. Wir vereinbaren Folgetermine, begleiten bei nächsten Schritten oder vermitteln an Beratungsstellen. Außerdem vernetzen wir uns mit Organisationen und gestalten zweimal im Monat das Nachbarschaftsfrühstück im Kandeler Weg 3.

Welche Eindrücke habt ihr vom Falkenhagener Feld? Das Falkenhagener Feld ist vielfältig, lebendig und ressourcenreich. Es gibt engagierte Organisationen, viele Angebote und großes Potenzial. Bewohner:innen suchen Orientierung und Austausch, gleichzeitig gibt es viel Bereitschaft zur Mitgestaltung.

Logo-Johanniter-RV-Berlin

Was wünscht ihr euch für das Projekt? Wir wünschen uns Vertrauen, Gemeinschaft und ein stärkeres Miteinander. Erfolg zeigt sich, wenn Nachbar:innen ins Gespräch kommen, sich unterstützen und aktiv werden – bei Frühstücken, Hausaktionen, Festen oder im Alltag. Wichtig ist auch, dass Menschen leichter Zugang zu Hilfsangeboten finden und sich trauen, ihre Anliegen anzusprechen. Wenn Bewohner:innen selbst Verantwortung übernehmen und Angebote mitgestalten, lebt das Projekt im Kiez weiter.

Bei Fragen zum QM‑Projekt „Wir im Falkenhagener Feld“ wendet euch gerne an das QM‑Team FF Ost unter: Tel.: 0151 18 88 25 / – 78 / -79 / -80, E-Mail: qm-ff-ost@stephanus.org